Publiziert am 21.01.2016

Zivilschutzanlagen vorsorglich für Asylsuchende bereithalten

Appenzell Ausserrhoden (AR): Zivilschutzanlagen vorsorglich für Asylsuchende bereithalten

Der Regierungsrat von Appenzell Ausserrhoden hat beschlossen, zur Unterstützung des Bundes Strukturen des Zivil- und Bevölkerungsschutzes vorsorglich für die Aufnahme von Asylsuchenden bereitzustellen. Die „Geschützte Operationsstelle / Sanitätshilfsstelle Herisau“ wird bei Bedarf rund 100 Personen und die „Sanitätshilfsstelle und Zivilschutzanlage Heiden“ rund 150 Personen vorübergehend als Unterkunft dienen. Betrieb und Sicherheit werden durch den Bund gewährleistet und finanziert.

Aufgrund der konstant hohen Zahl der Asylgesuche ist das Staatssekretariat für Migration SEM bestrebt, die Unterbringungskapazitäten des Bundes im Rahmen der Vorsorgeplanung zu erhöhen – dies in enger Zusammenarbeit mit Kantonen und Gemeinden. Bei Bedarf werden in den Anlagen „Geschützte Operationsstelle / Sanitätshilfsstelle“ in Herisau sowie in der „Sanitätshilfsstelle und Zivilschutzanlage“ in Heiden Asylsuchende untergebracht.

In Herisau können während maximal acht Monaten rund 100 und in Heiden während maximal sechs Monaten rund 150 Personen unterkommen. Beide Unterkünfte werden durch das Empfangs- und Verfahrenszentrum (EVZ) Altstätten SG geführt. Die Asylsuchenden werden für einen Zeitraum von wenigen Tagen bis maximal vier Wochen in den Schutzanlagen betreut.

Verantwortlich für Führung, Organisation und Sicherheit der beiden Ausserrhoder Zivilschutzanlagen wird das Staatssekretariat für Migration sein bzw. dessen EVZ Altstätten. Dieselben Sicherheits- und Betreuungsorganisationen, die bereits mehrere Bundesasylzentren führen, werden auch in Heiden und Herisau tätig sein. Der Betrieb und die Betreuung werden zudem mit kantonalen Zivilschutzangehörigen unterstützt. Die Anzahl Asylsuchende, die in den beiden provisorischen Zentren untergebracht werden, wird bei der Zuweisung von Asylsuchenden durch den Bund an den Kanton Appenzell Ausserrhoden angerechnet. Die Entschädigung für die Unterbringung und den Betrieb ist sowohl für den Kanton wie auch die Gemeinden Herisau und Heiden kostendeckend und in einer Vereinbarung mit dem Bund geregelt.

Kommentare

Kommente

WERBUNG

Ähnliche Beiträge